Wir sagen JA zur Pflegeinitiative!

Als schwulem Gewerkschafter liegen mir alle Anstellungs- und Arbeitsbedingungen am Herzen, und natürlich da, wo besonderer Nachholbedarf besteht. Und das ist in den Pflegeberufen nicht nur wegen der physischen, sondern auch der psychischen Belastung der Fall...

Max Krieg ist im Vorstand von Pink Cross, engagiert sich in der Fachgruppe Alter und ist in der Stadt Bern zuhause.

 

Warum liegt dir ein JA zur Pflegeinitiative am Herzen?

Als schwulem Gewerkschafter liegen mir alle Anstellungs- und Arbeitsbedingungen am Herzen, und natürlich da, wo besonderer Nachholbedarf besteht. Und das ist in den Pflegeberufen nicht nur wegen der physischen, sondern auch der psychischen Belastung der Fall.

Was würde sich mit einem JA zur Pflegeinitiative konkret verändern?

Die Initiative hat drei Ziele: Ausbildungsoffensive starten, d. h. mehr Pflegende ausbilden (derzeit fehlen 11'700); Arbeitsbedingungen verbessern und damit auch Ausstiege aus dem Beruf verhindern; Pflegequalität mit mehr Personal sichern. Diese Ziele können (nur) mit der Initiative und dann einer konsequenten gesetzlichen Umsetzung erreicht werden.

Hätte ein JA zur Pflegeinitiative spezifische Folgen für Menschen aus unserer Community?

Da denke ich an zwei Seiten. Einerseits sind da die vielen Pflegenden aus der Community, die von besseren Arbeitsbedingungen (Lohn, Überlastung, Vereinbarkeit mit dem Privatleben usw.) profitieren werden. Andererseits denke ich auch an uns LGBTIQ-Patient:innen, die auf eine aufmerksame und sorgende Pflege mit entsprechender Ausbildung angewiesen sind, und zwar ganz allgemein als LGBTIQ-Menschen und eventuell als Menschen mit HIV.

Möchtest du sonst noch etwas loswerden?

Pflegende haben ein Anrecht auf ein Arbeitsumfeld, in dem sie nicht nach einigen Jahren völlig ausgebrannt sind. Die Initiative sorgt für einen wichtigen Schritt in diese Richtung