Mister Suisse romande: Schwul nur im Privatleben
Mittwoch, 23. Januar 2008

«Homosexuel, Buddhist, Künstler: ein atypischer Mister» titelte «Matin Dimanche» am 2. Dezember. Doch Botschafter für die Lesben und Schwulen blieb  der 31jährige Mister Suisse romande wenig mehr als einen Tag. «Privatsache», wimmelt das Managment seither jegliche lesbischwulen Avancen ab.

 

 

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«Ich werde sicher einen Teil meiner Regierungszeit als Mister Suisse romande dafür verwenden, die Bevölkerung für die Probleme junger Lesben und Schwulen zu senisibilisieren», zitierte Matin Dimanche den frisch gekürten Olivier Marillier. «Viel öfter als alle andern stossen sie auf Probleme, wenn sie zu ihrer Sexualität stehen. Sie haben eine erhöhte Selbstmordrate. Ich werde mich dafür engagieren, dass es nicht mehr so ist.»

 

 

In einer Leserumfrage von Le Matin erklärten anschliessend 54% der Antwortenden, dass sie die Homosexualität des schönsten Westschweizers störe. Olivier Marillier hat anschliessend erklärt, er sei zum Coming-out gedrängt worden und er wolle nicht mehr über sein Privatleben sprechen. Ähnlich lauten auch die Absagen, welche verschiedene Gay-Magazine und auch PINK CROSS erhalten haben – nicht vom Marillier selbst, sondern von seinem Managament.


Die Botschaft verstehen wir wohl: mit Schwulen wollen rechtschaffene Leute weiterhin nichts zu tun haben, es bleibt ehrenrührig, abstossend und somit geschäftsschädigend. Schade.  Statt charmanter Sympathieträger für die Lesben und  Schwule ist Mister Suisser romand nun tragische Symbolfigur dafür, dass es PINK CROSS weiterhin braucht.