header
border_left border_right
Home arrow News arrow Pressemitteilungen arrow Der Totalwiderstand gegen den stufengerechten Sexualunterricht will die Zeit zurückdrehen
  • Français

  Alle Downloads hier

online_zahlen_anim2.gif
beitrittpicde.jpg

PINK CROSS unterstützen

PC :80-74157-7
Adresse: Pink Cross
3001 Bern

Suchen

Der Totalwiderstand gegen den stufengerechten Sexualunterricht will die Zeit zurückdrehen Drucken E-Mail
Dienstag, 12. Juli 2011

Die Basler Schulbehörden wollen einen stufengerechten Sexualunterricht mit Einsatz von Anschauungsmaterial, der als Modell für andere Kantone gelten soll. Auf nationaler Ebene regt sich dagegen erbitterter Widerstand konservativer Kreise. Wir von der Dachorganisation der Schweizer Schwulen Pink Cross wehren uns gegen den unterschwelligen Vorwurf, der beabsichtigte Sexualunterricht wäre Propaganda für gleichgeschlechtliche Lebensformen.

 

Vordergründig geht es um die Frage, wer die Kinder aufklären darf und soll. Letztlich wird aber wieder ein konservatives Familien- und Weltbild propagiert und es soll verhindert werden, dass Schwule und Lesben und allgemein die verschiedenen heutigen Lebens- und Familienformen in der Schule dargestellt werden dürfen.

 

Die Gegner haben vermehrt auch Lesben und Schwule im Schussfeld, die nach ihrer Ansicht in der Schule wieder unsichtbar gemacht werden sollen. So lautet eine der zentralen Forderungen: "Im Rahmen des Sexualkunde- Unterrichts an der Volksschule darf keinerlei Beeinflussung auf Kinder und Jugendliche bezüglich sexueller Orientierung ausgeübt werden."

 

Lesben und Schwule können und sollen nicht „herangezüchtet“ werden. Unser Ziel ist vielmehr, dass Jugendliche, welche für das gleiche Geschlecht empfinden, sich nicht mehr vor den MitschülerInnen und den LehrerInnen schämen müssen, sondern in ihrem Anderssein geliebt und akzeptiert werden. Wir wollen nur, dass Jugendliche, welche nicht wie die Mehrheit empfinden, nicht mehr den Ausweg im Selbstmord suchen, weil sie Angst davor haben, als „Schwule Sau“ oder „lesbische Schlampe“ ausgelacht und „in die Ecke gestellt“ zu werden.

 

Wir verlangen deshalb, dass unabhängig vom Sexualunterricht, fächerübergreifend nicht nur heterosexuelle Beziehungen, sondern auch gleichgeschlechtliche Paare vorkommen, z.B. dass die Deutschlehrerin mal einen Aufsatz mit dem Titel „unsere schwulen Nachbarn“ schreiben lässt und in der Klasse diskutiert oder in den berühmten Dreisatz-Rechnungen auch mal ein Lesbenhaushalt vorkommt. Auch halten wir es für wichtig, dass gleichgeschlechtlich liebende Menschen und ihre heterosexuellen Angehörigen, z.B. Eltern in die Schulen kommen können, um über ihr Leben zu erzählen.

 

Kontakt

 

Pierre André Rosselet, Präsident

076 589 31 49 

 

Uwe Splittdorf, Geschäftsleiter

079 690 58 97

 
< zurück   weiter >
footer