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Ein Kommentar von Uwe Splittdorf zu Obamas historischem Risikoentscheid
Der US-Präsident Barack Obama hat sich geoutet, nein, nicht als heimlicher Schwuler, sondern als jemand, der dafür eintritt, dass gleichgeschlechtliche Paare heiraten können wie gemischtgeschlechtliche. Zwei Jahre hat er gezögert, diesen Schritt zu tun. Endlich hat er es gewagt. Lesben und Schwule, die sich lieben, sollen das so bezeugen können, wie Heterosexuelle.
Mit seinem Eintreten für die gleichgeschlechtliche Ehe setzt der amerikanische Präsident ein wichtiges Zeichen. Es geht einfach nicht, dass Lesben und Schwule diskriminiert werden. Kein Wunder, dass der erste schwarze US-Präsident diesen Schritt tut: Die Schwarzen in den USA haben jahrzehntelang schwer unter der Diskriminierung gelitten. Das Sensorium dafür, was Diskriminierung konkret bedeutet, ist ihm offensichtlich nicht abhanden gekommen.
Der US-Präsident als wohl mächtigster Mann der Welt setzt damit ein Zeichen gegen die Diskriminierung von Lesben und Schwulen, das weltweit nicht übersehen werden kann. Das stärkt uns den Rücken im Kampf für unsere Menschenrechte.
Der Schritt des US-Präsidenten muss damit auch Auswirkungen haben hier in der Schweiz. Vordringlich geht es darum, dass uns Lesben und Schwule nicht mehr ein Teil unserer Menschenrechte vorenthalten werden. Es geht darum, dass im Gesetz festgehalten wird, dass wir wegen unserer sexuellen Orientierung nicht mehr diskriminiert werden dürfen.
Und letztlich geht es darum, dass für jede Schweizerin und jeden Schweizer selbstverständlich ist: Die Lesbe, der Schwule ist so normal wie du und ich.
Uwe Splittdorf
Geschäftsleiter Pink Cross
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