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Gleich drei
Führungspersonen verlassen ihre Funktionen bei Pink Cross. Am Donnerstag (12.
April 2012) wurden sie mit einem Apéro im Bundeshaus verabschiedet. Für ihre
Arbeit, insbesondere im Zusammenhang mit der Stiefkindadoption, erhielten sie
grossen Applaus von den Anwesenden.
Etwas unsicher
standen der ehemalige Pink Cross Präsident,
Pierre André Rosselet, Ex-Finanzchef Martin Bräm und Noch-Geschäftsführer Uwe
Spilttdorf in der „Galerie des Alpes“ im Bundeshaus und nahmen den Applaus der
geladenen Gäste entgegen. Soeben hatte die Berner SP Nationalrätin Margret
Kiener Nellen geschildert, wie sich Uwe Splittdorf und das ganze Leitungsteam
von Pink Cross mit viel geschickter Lobby-Arbeit dafür eingesetzt hatte, dass
der Ständerat seiner Kommission folgte und vom Bundesrat fordert, dass die
Stiefkindadoption für gleichgeschlechtliche Paare möglich wird.
Der eher
konservative Ständerat hat diesem Ansinnen schliesslich knapp zugestimmt. Ohne
die Lobby-Arbeit von Pink Cross wäre es nie zu diesem Resultat gekommen, zeigte
sich Kiener Nellen überzeugt. In der Zwischenzeit hat auch der Bundesrat seine
Meinung geändert und ist nun auch für das Anliegen. Nun gilt es nur noch den
Nationalrat zu überzeugen. Voraussichtlich im Herbst kommt das Thema in der
Grossen Kammer zur Sprache.
In kurzen
Ansprachen würdigten Vertreterinnen und Vertreter des EDA, der Lesbenorganisation
LOS und der US-Botschaft in der Schweiz das Engagement von Pink Cross und
besonders der Führungscrew um Pierre André Rosselet und Uwe Splittdorf für die
Rechte der Schwulen und damit für die ganze LGBT-Gemeinschaft. Von US-Seite
wurde auf die Bedeutung der Schweiz im Bereich Menschenrechte für Schwule
hingewiesen, etwa durch den Umstand, dass der „Kreis“ während Jahren die
einzige Publikation in Europa war, die sich für die Rechte von Schwulen einsetzte.
Der Apéro bot aber
auch Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen. Noch immer ist viel zu tun, bis
Lesben und Schwule so selbstverständlich gleichberechtig in der Gesellschaft
leben wie Heterosexuelle.
Christoph Stutz
Co-Präsident Pink Cross
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