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Mittwoch, 1. Februar 2012

Gay Community sicherer machen

Wie wird die Gay Community sicherer? Das Rezept heisst Break The Chain, das neue nationale Projekt für schwule Gesundheit. Schwule schützen sich nach wie vor gut, doch es braucht jetzt einen Tick mehr. «Ein einziger Monat genügt, damit der Sex für alle sicherer wird», erklärt Andreas Lehner vom Checkpoint Zürich, Projektleiter von Break The Chain. Checkpoint Zürich und Genf haben im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) eine Kampagne mit einem ganz neuen Groove entwickelt.

 

Infektionsketten unterbrechen

Denn HIV verbreitet sich hauptsächlich während der Primoinfektion und so, wie wir Schwulen unsere Sexualität ausleben, entstehen Infektionsketten, über die sich das Virus rasch verbreitet. In den ersten Monaten einer HIV-Infektion, der Primoinfektion, ist man 20 bis 100mal ansteckender als später. Ausserdem pflegen viele von uns parallele Sexbeziehungen. Beispielsweise haben wir sexuelle Netzwerke mit festen Fuckbuddys. Wir kennen einander und vertrauen darauf, dass jeder negativ ist, weil wir Absprachen haben nur untereinander ohne Gummi zu ficken. Steckt sich nun doch einer neu mit HI-Virus an, dann wird das Virus in einem solchen Netzwerk schnell weitergegeben, jeder ist Teil einer Infektionskette.

 

Jeder kann mitspielen

«Gemeinsam können wir es schaffen», erklärt Andreas Lehner. Dies funktioniert so: Wenn wir es hinbringen, einen Monat lang schweizweit keine neue HIV-Infektionen zu haben, sind viel weniger Männer mit einer hochansteckenden Primoinfektion unterwegs. Es wird sicherer für alle. Erreichen können wir dies nur gemeinsam, es geht aber ganz einfach: Im März wählt jeder entweder über die Smartphone App oder Website von Break The Chain seinen persönlichen Einsatz für den April aus. Vom 1. bis 30. April heisst es dann: Gemeinsam Spass haben – und die Szene sicherer machen! Über die Break The Chain App bekommen die Teilnehmer im Aktionsmonat Vouchers für tolle Angebote und spezielle Events direkt auf ihr Smartphone. So bleibt jeder bei seinem Einsatz. Andreas Lehner ist überzeugt: «Break The Chain wird die Community verändern. Von jedem braucht es nur einen kleinen Einsatz und daraus wird etwas Grosses!»

 

Der neue Stil von Break The Chain zeigt sich schon vor dem eigentlichen Beginn der Aktion: Auf einen kurzfristigen Aufruf meldeten sich innert zwei Tagen spontan 22 Männer aus der ganzen Schweiz und posierten beim Fotoshooting anfangs Januar in Genf ehrenamtlich für Break The Chain.

 

Mehr dazu unter: www.BreakTheChain.ch

und schon bald auf www.facebook.com/BreakTheChain2012

Publireportage Februar 2012: http://www.breakthechain.ch/mailing/1/de/PUBLI-REPORTAGE-de.pdf

 
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