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Der Verein Familienchancen und der Dachverband Regenbogenfamilien sowie Freundinnen, Freunde
und Eltern von Lesben und Schwulen FELS, die Lesbenorganisation Schweiz LOS, die
Schweizerische Schwulenorganisation Pink Cross und Transgender Network Switzerland sind
besorgt, dass die Nationalrätinnen und Nationalräte am 30. September 2011 die Petition “Gleiche
Chancen für alle Familien” mit 97 zu 83 Stimmen (8 enthalten, 11 nicht teilgenommen) abgelehnt haben. Damit werden Regenbogenfamilien
weiterhin diskriminiert.
“Wir sind betroffen, dass eine Mehrheit der Nationalrätinnen und Nationalräten bewusst zulässt, dass
tausende Kinder, die in Regenbogenfamilien aufwachsen, rechtlich benachteiligt bleiben,” sagt
Martina Scheibling von Känel vom Dachverband Regenbogenfamilien.
Mit Ablehnung der Petition “Gleiche Chancen für alle Familien” sind die Forderungen nach
Anerkennung von gleichgeschlechtlicher Elternschaft vorerst vom Tisch. Die beiden hängigen
Motionen zur Aufhebung des Verbots der Adoption und der Stiefkindadoption werden in der Winter-
oder Frühjahrssession an der Tagesordnung stehen.
Für Interviewanfragen:
Martina Scheibling von Känel, Vorstand Dachverband Regenbogenfamilien
Tel. 079 210 74 53,
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Mit der Petition bitten der Verein Familienchancen und 19'380 MitunterzeichnerInnen Parlament
und Bundesrat, sich mit den Regenbogenfamilien zu befassen. Ziel ist eine gesetzliche Regelung
welche die rechtliche Benachteiligung von Regenbogenfamilien beseitigt – Benachteiligungen, die
in erster Linie die Kinder zu tragen haben. Dabei geht es namentlich um die Stiefkindadoption und
um die Adoption von Kindern, zu denen eine nahe Beziehung besteht. Das heutige, kategorische
Adoptionsverbot für Personen in eingetragener Partnerschaft verunmöglicht Adoptionen durch
Personen in eingetragener Partnerschaft auch dort, wo es für das Kind die beste Lösung darstellt.
Der Dachverband Regenbogenfamilien setzt sich auf nationaler Ebene für die Anliegen und
Interessen von Regenbogenfamilien ein und ist Ansprechpartner für alle Fragen rund um das
Thema. Gesellschaftliche Anerkennung alternativer Familienformen, ein Ende der
diskriminierenden Verhältnisse und die Gleichstellung in Bezug auf Elternrechte sind seine
zentralen Forderungen.
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