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Am 3. November startet die zehnte Ausgabe des LesBiSchwulen Festivals PinkPanorama in Luzern. Damit hat sich das kleine Festival definitiv einen festen Platz im Kulturleben auch über die Grenzen von Luzern hinaus gesichert.
In knapp zwei Monaten ist es wieder soweit: PinkPanorama, das LesBiSchwule Festival Luzern, lädt vom 3. bis 9. November zu einem gewohnt abwechslungsreichen Programm ein. Die Spannweite reicht dabei von Dokumentar- über Spiel- bis zu Kurzfilmen. Und wie jedes Jahr bietet PinkPanorama auch am Jubiläumsfestival ein spannendes Rahmenprogramm. Höhepunkt dieses Jahr ist zweifellos das Konzert des Schwulen Männerchors Zürich (schmaz) am 5. November im Kulturbetrieb «Südpol» in Luzern.
Kein «Insiderfestival»
Wie schon beim Start des Festivals streben die Macherinnen und Macher von Pink Panorama auch bei der 10. Ausgabe kein reines «Insiderfestival» an, sondern laden auch die breite Öffentlichkeit zu dieser Werkschau «LesBiSchwulen» Kulturschaffens mit all seinen Facetten ein. Ideal für Leute, die neugierig auf LesBiSchwules Leben sind.
Wichtig ist dem PinkPanorama-Team auch dieses Jahr, lesbische und schwule Kultur in der Zentralschweiz sichtbar und erlebbar zu machen. Und das nicht nur in einer kleinen Nebenrolle, sondern in der Hauptrolle.
Events, Podien und eine Ausstellung
Seit dem ersten PinkPanorama vom Mai 2002 überraschte PinkPanorama neben den Filmen immer wieder mit einem Rahmenprogramm, dass sich sehen liess: Bereits an der ersten Ausgabe begeisterte Irmgard Knef alias Ulrich Michael Heissig das Festivalpublikum. Im Jahr darauf folgte ein unvergesslicher Auftritt der Sängerin Judith Estermann. Auch für Paradiesvögel wie Kay Ray und seinem androgynen Edelpunk aus Berlin oder für die Opernkabarettistin Katharina Herb aus München und ihrem Programm «Tenore Amore» war Platz am PinkPanorama.
Improvisationstheater wie das der vierköpfigen Theatergruppe «die Platzhirsche» sorgte 2009 für einen amüsanten Abend voller Herz und Humor.
Die verschiedenen Podien während des Festivals waren und sind wichtiger Bestandteil von PinkPanorama. Ob «Kirche und Homosexualität», «Partnerschaftsgesetz» oder «Migration und Homosexualität»: PinkPanorama packte immer wieder «heisse Eisen» an und gab PolitikerInnen, Fachpersonen und Betroffenen Raum für lesbische und schwule Themen, welche im Alltag sonst zu kurz kämen.
Beachtung fand auch die Ausstellung «der BUS – die Ausstellung über lesbische und schwule Lebensweisen», welche im Rahmen von PinkPanorama im Mai 2003 im Bourbaki Panorama Halt machte.
Bleiben die unzähligen Filme, welche über die Leinwand des stattkinos flimmerten und die ganze Bandbreite «LesBiSchwulen» Filmschaffens zeigten. Auch «Legenden» wie der schwule Filmregisseur Rosa von Praunheim liessen es sich nicht nehmen, bei PinkPanorama vorbeizuschauen. Genauso wenig die Schweizer Regisseurin Veronika Minder, welche für ihren Film «Katzenball» 2005 in Berlin mit dem Teddy Award für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde. Daneben war PinkPanorama auch ein Sprungbrett für den Nachwuchs: So zum Beispiel für die beiden jungen Zentralschweizer Filmemacher Remo Hegglin und Cesare Macri, welche letztes Jahr am PinkPanorama mit ihrem Erstlingswerk «Mama Mama Papa Papa» die erfolgreiche Schweizer Erstaufführung hatten.
Raum für Begegnungen
PinkPanorama soll aber auch Raum für Begegnungen, Gespräche und Diskussionen neben dem eigentlichen Programm geben.
Dies ermöglicht die «PinkBar», der beliebte Festival-Treffpunkt im Kinofoyer vor dem stattkino, wo Frau und Mann sich vor oder nach dem Film in ungezwungener Atmosphäre treffen kann. Auch zum Jubiläumsfestival ist sie wieder täglich ab 18 Uhr für «quere» Augenblicke geöffnet.
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